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Kammerkonzert – Eine Zeitreise durch die Musik jüdischer Komponisten

Am 25. Juni 2018 um 19.30 Uhr
im David-Schuster-Saal des jüdischen Gemeinde-und Kulturzentrums »Shalom Europa«

Von Mendelsohn-Bartholdy
bis Schnittke

Im Jahre 2003 fand ein Benefizkonzert des Bayerischen Rundfunks für das damals entstehende jüdische Gemeinde-und Kulturzentrum »Shalom Europa« in Würzburg statt. Auf dem Programm standen Werke jüdischer Komponisten. Das Konzert war ein großer Erfolg. »Shalom Europa« als jüdischer Ort der Begegnung gehört heute so selbstverständlich zu Würzburg, dass es sich heute nicht mehr wegdenken lässt.
Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit hat das Thema »Werke jüdischer Komponisten« nun wieder aufgegriffen. Zu diesem Anlass wurden die jungen Musikerinnen und Stipendiatinnen der Yehuda-Menuhin-Stiftung Lidia Piskareva-Vasilyeva (Klavier) und Antonia-Sophie Pechstaedt (Geige) eingeladen.
Die beiden Musikerinnen werden die Zuhörer mit Werken von Felix Mendelsohn-Bartholdy, Alfred Schnittke, Ernest Bloch und George Gershwin nicht nur durch verschiedene Epochen und Stile der Musik, sondern auch durch verschiedene Kulturkreise wie Europa, Russland/Sowjetunion und Amerika führen. Trotz aller Verschiedenheit eint diese Komponisten ihre jüdische Herkunft, wie auch die lebenslange Auseinandersetzung mit den Fragen ihrer Religion.

DIE KÜNSTLERINNEN
Die Geigerin Antonia-Sophie Pechstaedt stammt aus Gifhorn bei Wolfsburg. Ihren ersten Violinunterricht erhielt sie im Alter von sieben Jahren. Schon als Jugendliche gewann sie viele erste Preise bei »Jugend musiziert« auf landes- und bundesweiter Ebene und wechselte auf das renommierte »Musikgymnasium Schloss Belvedere« in Weimar. Das anschließende Diplomstudium der Violine an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar schloss sie 2011 mit der Bestnote ab. Es folgte das Meisterklassenstudium an der Hochschule für Musik Würzburg in der Klasse von Professor Herwig Zack. Daneben absolvierte Antonia-Sophie Pechstaedt Meisterkurse bei Thomas Brandis, Christian Altenburger und Ulf Schneider. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Förderungen u.a. von der Sparkassen-Stiftung, der Richard-Wagner-Stiftung, sowie der Yehudi Menuhin Live Music Now Franken e.V.. Im Jahr 2014 gewann sie zudem den renommierten internationalen »Alois Kottmann Wettbewerb«. Antonia-Sophie Pechstaedt ist seit 2010 festes Mitglied der 1. Geigen der Meininger Hofkappelle des Meininger Staatstheaters.

Die russische Pianistin Lidia Piskareva-Vasilyeva hat ihren ersten Klavierunterricht mit sechs Jahren bekommen. Sie hat an den renommierten Musikschulen Sankt Petersburgs – unter anderem am College Rimsky-Korsakov – ihre musikalische Grundausbildung genossen. Das Abitur am Lyzeum der Kulturkommission Sankt-Petersburg schloss Sie mit der Note »Ausgezeichnet« ab. Ihr Studium hat sie an der Hochschule für Musik Würzburg in der Klasse von Professor Bernd Glemser absolviert (Diplom, Master of music in performance). Daneben hat sie zahlreiche Meisterklassenkurse u.a. beim Juilliards Quartet, bei Janina Fialkowska und bei Markus Schirmer besucht. Lidia Piskereva-Vasilyeva ist gemeinsam mit Antonia-Sophie Pechstaedt Stipendiatin der Yehudi Menuhin Live Music Now Franken e.V.. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit unterrichtet sie als Musikdozentin für Klavier an einem privaten Musikinstitut.

 

PROGRAMM

Beginn um 19.30 Uhr im David-Schuster-Saal

Begrüßung und Einführung

Sonate für Violine und Klavier in F Dur (1838)
I. Allegro vivace
II. Adagio
III. Assai vivace
Felix Mendelssohn-Bartholdy (* 3. Februar 1809 in Hamburg; † 4. November 1847 in Leipzig)

Improvisation und Fuge (1965) für Klavier
Alfred Schnittke (* 24. November 1934 in Engels, Sowjetunion; † 3. August 1998 in Hamburg)

Pause

Suite No.1 für Violine Solo (1958)
Prelude – Andante tranquillo –
Allegro Andante – Allegro energico
Ernest Bloch (* 24. Juli 1880 in Genf; † 15. Juli 1959 in Portland, Oregon)

Porgy and Bess Suite for Violin and Piano (1944) Bearbeitung von J. Heifetz
»Summertime«, »My Man’s Gone Now«, »Bess, You is My Woman Now«, »It Ain’t Necessarily So«
George Gershwin (* 26. September 1898 in New York City; † 11. Juli 1937 in Los Angeles)

 

Der Eintritt ist frei.